

Für das Weben werden Webschiffchen, Webnadeln oder alternativ eine selbst gebastelte Webnadel aus Karton zum führen des Garns benötigt. Ausserdem werden ein Kamm zum Anschlagen des Garns, sowie eine Schere gebraucht.
Tipp: Das Garn zum Weben kann günstig in Brockenhäusern gefunden werden. Auch lohnt es sich, lokale Spinnereien nach Restmaterialien zu fragen. Alternativ lassen sich aus alter Kleidung oder Bettwäsche Stoffstreifen schneiden und zum Verweben verwenden.
Die einfachste Bindung
Leinwandbindung
Die Leinwandbindung ist die Grundform des Webens:
Ein Schussfaden über einen Kettfaden
> dann unter den nächsten
> dann wieder über, unter, über, unter …
In der nächsten Reihe beginnt man versetzt.
Der Faden wird jeweils mit Hilfe eines Kamms angeschlagen.
So entsteht ein gleichmässiges Muster.
Man kann sich das wie ein Raster vorstellen:
> Reihe 1: oben – unten – oben – unten
> Reihe 2: unten – oben – unten – oben












Experimentieren und ausprobieren!
Beim Weben gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.
Man kann verschiedene Muster ausprobieren und den Fäden freien Lauf lassen:
zwei Fäden oben, einer unten
drei oben, zwei unten
unregelmäßige Abfolgen
dicke und dünne Garne mischen
Farben kombinieren
Je nachdem, wie die Fäden geführt werden, entstehen unterschiedliche Strukturen und Muster.
Wichtig ist vor allem, auszuprobieren und ein Gefühl für das Material zu bekommen.
Experimentieren und ausprobieren!
Beim Weben gibt es kein „richtig“ oder „falsch“.
Man kann verschiedene Muster ausprobieren und den Fäden freien Lauf lassen:
zwei Fäden oben, einer unten
drei oben, zwei unten
unregelmäßige Abfolgen
dicke und dünne Garne mischen
Farben kombinieren
Je nachdem, wie die Fäden geführt werden, entstehen unterschiedliche Strukturen und Muster.
Wichtig ist vor allem, auszuprobieren und ein Gefühl für das Material zu bekommen.
Anleitung Weben
Beim Weben werden Fäden miteinander verkreuzt.
Es gibt dabei zwei Fadensysteme:
Kette die Fäden, die gespannt in eine Richtung laufen
Schuss der Faden, der quer
hindurchgeführt wird
Der Schussfaden wird immer abwechselnd über und unter den Kettfäden hindurchgeführt. Dadurch entsteht ein Gewebe.
Nr. 2 Gurtweben/
Backstrap Weaving
Das Gurtweben (auch Rückengurtweben, Backstrap Weaving oder, wie ich es nenne, Bauchweben) ist eine Webtechnik mit Ursprung in verschiedenen indigenen Kulturen. Dabei wird die Kette meist zwischen einer Person und einem festen Objekt, beispielsweise einer Säule oder einem Baum, gespannt.
Beim gemeinsamen Gurtweben wird die Kette über zwei Hölzer gespannt, die jeweils mit einem Gurt oder Band an den Hüften zweier Personen befestigt werden. So webt man zu zweit aufeinander zu. Sind mehr Personen dabei, kann zusätzlich von den Seiten her gewebt werden.
Nr. 3 Tischweben
Für eine Kollaboration von Weaving Conversations und dem Tischkollektiv aus Basel wurde eine Konstruktion entwickelt, die es ermöglicht, eine Kette über die gesamte Länge eines Esstisches zu spannen. So konnten die Gäste während des Essens gemeinsam Weben.
Dafür wurden zwei Holzlatten gewählt, mit einer Höhe von 5 cm und auf die Breite des Tisches zugeschnitten. Anschliessend wurden entlang der Latten Schrauben im Abstand von 1.5 cm eingesetzt. Dieser Abstand ist eher gross und eignet sich für eine Kette aus gröberer Wolle. Die beiden Holzlatten wurden schliesslich mit Schraubzwingen an den beiden Tischenden befestigt und die Kettfäden einzeln von Schraube zu Schraube gespannt. Bei langen Tischen kann es hilfreich sein, in der Mitte eine zusätzliche Stütze für die Kette anzubringen, damit die Spannung erhalten bleibt.
Nr. 4 Rundweben
Nr. 4: Rundweben
Für den Besuch im Sentitreff in Luzern wurde ein Setup entwickelt, das zu Kaffee-und-Kuchen oder runden Gartentischen passt. Die Idee war, die Kette kreisförmig zu spannen. Dafür wurden zwei Metallringe verwendet: Der äussere Ring hatte einen Durchmesser von 60 cm, der innere einen Durchmesser von 10 cm. Die Kettfäden wurden vom inneren zum äusseren Ring gespannt. Am besten geht dies, wenn abwechslungsweise gegenüberliegende Fäden gespannt werden. Das ganze erfordert ein wenig Geduld.
Die verschiedenen Setups und Webkonstruktionen können selbstverständlich erweitert, kombiniert oder individuell angepasst werden.
Webrahmen
Dein Webrahmen!
Lade dir hier die Laserdatei für deinen Webrahmen mit zwei Webnadeln und einem Kamm herunter. Für die gezeigten Rahmen wurde 3 mm dickes MDF verwendet.
zum selbermachen
Alternativ kannst du dir eine Kette auch um ein Stück Karton spannen!
Hier darf man kreativ werden, es kann vieles als Webrahmen fungieren…
Setups
Für die Webtreffen sind vier unterschiedliche sogenannte Setups entstanden, die jeweils auf den Ort und das entsprechende Setting abgestimmt sind.
PDF Datei
Illustrator Datei
Nr. 1 Webrahmen
Das erste Setup umfasst verschiedene Schul- und Tischwebrahmen. Diese sind praktisch, da sie klein und leicht zu transportieren sind. Mit den kleinen Webrahmen arbeitet man besonders nah zusammen. Die Grösse des Gewebes ist durch den Rahmen begrenzt. Solche Webrahmen findet man häufig in Brockenhäusern oder auf Online-Secondhandplattformen.